Die Militäraktionen von Präsident Donald Trump im Iran wirken de facto wie eine versteckte Steuer auf amerikanische Haushalte, warnen Ökonomen, da steigende Energiekosten die erwarteten Vorteile höherer Steuerrückerstattungen in dieser Steuersaison zunichte zu machen drohen.
Die Amerikaner werden voraussichtlich höhere Rückerstattungen als im Vorjahr erhalten, wobei die durchschnittliche bundesstaatliche Steuerrückerstattung Ende Februar 3.742 US-Dollar erreichte – etwa 10,6 % höher als 2025. Laut einem neuen Bericht werden diese Gewinne jedoch durch die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Konflikts schnell wieder zunichte gemacht.
Seit Beginn der US-Militäraktionen im Iran sind die Ölpreise in die Höhe geschossen und haben die Benzin- und Dieselkosten stark ansteigen lassen. Der durchschnittliche Preis für bleifreies Benzin stieg am Freitag auf 3,64 US-Dollar pro Gallone, etwa 0,72 US-Dollar höher als der Durchschnitt des Vormonats. Auch die Hypothekenzinsen sind stark auf 6,41 % für ein 30-jähriges Festzinsdarlehen gestiegen, gegenüber 5,9 % vor dem Konflikt.
„Der Iran-Krieg wirkt wie eine Steuererhöhung für den Verbraucher, nur dass niemand dafür gestimmt hat", sagte Paul Dietrich, Chief Investment Strategist bei Wedbush Securities.
Die Belastung trifft überproportional einkommensschwache Amerikaner, die einen größeren Prozentsatz ihres Budgets für Kraftstoff und Energie ausgeben. Da Haushalte ihr Rückerstattungsgeld eher für Benzin und Lebensmittel als für diskretionäre Ausgaben verwenden, verliert die breitere Wirtschaft den Aufschwung, den Steuerrückerstattungen normalerweise bewirken.
Experten warnen, dass Steuerrückerstattungen zwar helfen könnten, Verbraucher vor unmittelbaren Schocks zu schützen, die wirtschaftlichen Schäden durch erhöhte Energiekosten und Inflationsdruck jedoch wahrscheinlich während des gesamten Jahres 2026 anhalten werden, wodurch die Kaufkraft der Haushalte über alle Einkommensschichten hinweg geschwächt wird.
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