Neue Dokumente, die The New York Times eingesehen hat, deuten darauf hin, dass der argentinische Präsident sieben Telefongespräche mit dem Unternehmer hinter dem Libra Token hatte.Neue Dokumente, die The New York Times eingesehen hat, deuten darauf hin, dass der argentinische Präsident sieben Telefongespräche mit dem Unternehmer hinter dem Libra Token hatte.

Neue Beweise in Libra-Ermittlungen werfen erneut Fragen über Mileis Beteiligung auf

2026/04/07 12:11
3 Min. Lesezeit
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Neu aufgedeckte Anrufprotokolle deuten darauf hin, dass der argentinische Präsident Javier Milei in der Nacht, in der er die Kryptowährung bewarb, mehrmals mit einem der Unternehmer hinter dem Libra-Token gesprochen hat, was Fragen zu Mileis Behauptung aufwirft, er habe keine Verbindung zu dem Projekt gehabt. 

Laut Protokollen, die von argentinischen Staatsanwälten, die den Zusammenbruch des Tokens untersuchen, erlangt wurden und von der New York Times eingesehen wurden, gab es angeblich insgesamt sieben Telefonate zwischen dem nicht genannten Unternehmer und Milei, bevor und nachdem er seinen Libra-Werbepost auf X veröffentlichte.

Die Inhalte dieser Anrufe bleiben laut der Times unbekannt. 

Der Zusammenbruch des Libra-Tokens hat dazu geführt, dass argentinische Anwälte Milei mit Betrugsklagen konfrontiert haben, und es gab auch Forderungen nach seiner Amtsenthebung. Betrug kann in Argentinien eine Haftstrafe zwischen einem Monat und sechs Jahren nach sich ziehen.

Cointelegraph hat das Präsidialamt Argentiniens um eine Stellungnahme gebeten.

Libra-Investoren verloren mindestens 251 Millionen Dollar 

Im Februar 2025 veröffentlichte Milei einen Post auf X, in dem er den Libra-Token als Möglichkeit bewarb, Argentiniens Wirtschaft durch die Finanzierung kleiner Unternehmen und Startups zu fördern. 

Der Token stieg zunächst stark an, verlor dann aber mehr als 96 % seines Wertes vom Höchststand, was Investoren rund 251 Millionen Dollar kostete. Milei löschte später seine Posts, was Vorwürfe eines möglichen Rug Pulls auslöste.

Milei hat jegliches Fehlverhalten bei der Bewerbung des kurzlebigen Tokens bestritten und erklärt, er habe lediglich ein privates Unternehmen hervorgehoben und sei nicht an dem Projekt beteiligt gewesen.

„Vor ein paar Stunden habe ich, wie so oft zuvor, einen Tweet gepostet, um ein angebliches privates Unternehmen zu unterstützen, zu dem ich offensichtlich keinerlei Verbindung habe", sagte er in einem Post auf X. 

„Ich war mir der Details des Projekts nicht bewusst, und nachdem ich davon erfahren hatte, beschloss ich, es nicht weiter zu bewerben, deshalb habe ich den Tweet gelöscht."

Quelle: Javier Milei 

Bundesuntersuchung zum Libra-Zusammenbruch läuft weiter

Nach dem Libra-Zusammenbruch leiteten Bundesstaatsanwälte eine Untersuchung ein, bei der Milei als Person von Interesse genannt wurde. Der Fall ist noch anhängig.

Argentiniens Anti-Korruptionsbüro entlastete Milei im Juni letzten Jahres von der Verletzung öffentlicher Ethikregeln und stellte fest, dass sein Post persönlich und nicht in seiner Eigenschaft als Präsident erfolgt war. 

Verwandt: Argentinien verschärft den Druck im Libra-Skandal mit umfassender Vermögenssperre

In einem aktuellen Update vom März hat eine gerichtliche Untersuchung ein Entwurfsdokument auf dem Telefon des Krypto-Lobbyisten Mauricio Novelli aufgedeckt, das auf eine mögliche Vereinbarung über 5 Millionen Dollar im Zusammenhang mit Mileis Bewerbung des Libra-Tokens hindeutet.

Die Entwurfsnotiz wurde Berichten zufolge nur drei Tage geschrieben, bevor Milei über den Libra-Token auf X postete, aber sie gibt nicht an, wer die Mittel erhalten würde.

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