Bithumb plant nun einen Börsengang irgendwann nach 2028, eine weitere Verschiebung gegenüber dem früheren Ziel für 2025, nach einem Jahr voller Compliance-Probleme, Vorstandswechsel und einem kostspieligen internen Fehler, der kurzzeitig mehr als 40 Milliarden US-Dollar an gefälschten Guthaben in den Büchern zeigte.
Laut Berichten im Zusammenhang mit der Hauptversammlung des Unternehmens erklärt die südkoreanische Börse, dass sie die nächste Zeit damit verbringen möchte, ihre Buchhaltungs- und Kontrollsysteme zu reparieren, bevor sie versucht, an die Börse zu gehen.
Die schädlichste jüngste Episode der Börse ereignete sich im Februar, als sie Nutzern fälschlicherweise etwa 2.000 Bitcoin statt 2.000 Won gutschrieb. Die Verwechslung wurde schnell rückgängig gemacht, und das meiste Geld verließ nie Bithumbs internes Hauptbuch, aber das Ausmaß des Fehlers war schwer zu ignorieren.
Es verwandelte einen routinemäßigen Systemausfall in einen öffentlichen Vertrauenstest und kam zu einem schlechten Zeitpunkt für ein Unternehmen, das versucht, Regulierungsbehörden und Investoren davon zu überzeugen, dass es bereit für die Prüfung ist, die mit einer Börsennotierung einhergeht.
Dieser Fehler folgte auf früheren Druck der südkoreanischen Behörden. Unter CEO Lee Jae-won sah sich Bithumb einer sechsmonatigen Aussetzung und einer Geldstrafe von 24 Millionen US-Dollar wegen angeblicher Verstöße gegen Geldwäschevorschriften gegenüber.
Die Aktionäre haben Lee nun für eine weitere zweijährige Amtszeit unterstützt, auch wenn das Unternehmen das IPO-Ziel immer weiter nach hinten verschiebt. Die Börse hatte einst erwartet, 2025 zu notieren, aber der neue Plan besteht darin, sich bis 2027 auf die Vorbereitung zu konzentrieren, bevor ein Antragsverfahren voranschreitet.
Bithumbs neuester Zeitplan passt zu einem breiteren Verzögerungsmuster. CFO Jeong Sang-gyun teilte den Aktionären mit, dass das Unternehmen seine Buchhaltungsrichtlinien und internen Kontrollen verstärkt, nachdem es Samjong KPMG als IPO-Berater hinzugezogen hat.
Diese Formulierung deutet auf Arbeiten hin, die normalerweise geschehen, bevor sich ein Auflistungszeitpunkt öffnet, nicht nachdem ein Zieljahr bereits verstrichen ist. Der Tempowechsel zeigt auch, wie sehr das öffentliche Debüt der Börse nun davon abhängt, grundlegende Governance zu beweisen, nicht nur Marktnachfrage.
Die Börse ist nicht die einzige, die sich mit Notierungsplänen durch den südkoreanischen Markt bewegt. Dunamu, der Betreiber von Upbit, soll sich ebenfalls auf einen Börsengang vorbereiten, nachdem ein Aktientausch mit Naver Financial stattgefunden hat, wobei September als möglicher Zeitpunkt genannt wird.
Vorgestelltes Bild von Moneyseth, Chart von TradingView


